Farbzeug

 

In den späten 1980er Jahren beginnt Armin Saub, Brotzeitbrettchen zweiseitig zu bemalen und damit für ihre praktische Funktion untauglich zu machen. Johann Adam Stupp schreibt dazu 2003 im Katalog für die Ausstellung im Kunstverein Erlangen: "Wenn er normierte Holzbrettchen zweiseitig bemalt und damit ihrem ursprünglichen Verwendungszweck entzieht, kommt es Armin Saub nur auf ihre konkrete Erscheinung an. Er bezieht die Malerei fast unmerklich ins alltägliche Leben ein: eine Absage an das traditionelle Tafelbild. Während sonst ausschließlich auf die praktische Verwendbarkeit eines Gegenstandes abgezielt wird, gewinnt jedes Ding, sobald es bemalt ist, eine überraschende Fremdheit und entwickelt neues Interesse, ob es sich dabei um Türen, Fenster oder Frühstücksbretter handelt." Zu den Brotzeitbrettchen kommen andere Objekte des alltäglichen Lebens hinzu, insbesondere Servierbretter.

 

Literatur

 

Katalog zur Ausstellung "Armin Saub, FARBZEUG. Arbeiten 1978-2002", Kunstverein Erlangen, Palais Stutterheim in Erlangen, Januar 2003

 

weitere Publikationen

Aktuelles

Ausstellung "Verzurrte Welt"

Das Kollektiv Herzogstrasse und Heiko Herrmann in einer Ausstellung im Museum für Aktuelle Kunst – Sammlung Hurrle Durbach

 

Mit Heimrad Prem und Helmut Sturm gehört Armin Saub zu den Gründungsmitgliedern des "Kollektiv Herzogstrasse", zu dem sich die Münchner Künstler 1975 in Ottersberg bei München in der "Kunsttenne" des Bildhauers Franz Falch zusammenfanden. Bald vergrößerte sich das Kollektiv, das sich als offene Gruppe verstand, auf bis zu 12 Künstler/innen.

 

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