"Bildwege" 1973-89

 

"...Aus Beton, Glas, Stahl, lakonischen Blaupausen für Maschinenteile, Fertigteile, aus Montageanleitungen für Verschleißarchitektur oder Verschleißartikel, pfelegeleicht, unbequem und ballig-logisch, unangreifbar, verschlossen, durchdacht bis zum klinisch reiner Einfallslosigkeit, springt mich eine Puck an, aus nichts, einer inneren Reaktion, des Umschlagens in Festes, in Gebilde, gallertig, schnell, voller zwitscherndem Witz und nicht einzufangen: Auswege aus zusammengedachten Gefängnissen heraus, Hinweise auf Transzendierendes, Mutation, Metamorphes, auf die Freiheit des Andersdenkenden, Glück und Gefahr. Der Weg des Denkens in Bildern, plötzlich durch eine Erkenntnis in einen Blitz gehüllt, durch die scharfe Zeichnung der Zusammenhänge beschleunigt oder gelähmt bis in die Selbstaufgabe hinein, in eine Gefühl und Wissen davon, dass wir in diesem Gebirge aus Dunkelheit miteinander leben müssen, sollte uns über das rein funktionsbezogende Denken hinaus ein imaginatives utopisches Verhalten entwickeln lassen."

 

Armin Saub, Notizen

 

Aktuelles

Ausstellung "Verzurrte Welt"

Das Kollektiv Herzogstrasse und Heiko Herrmann in einer Ausstellung im Museum für Aktuelle Kunst – Sammlung Hurrle Durbach

 

Mit Heimrad Prem und Helmut Sturm gehört Armin Saub zu den Gründungsmitgliedern des "Kollektiv Herzogstrasse", zu dem sich die Münchner Künstler 1975 in Ottersberg bei München in der "Kunsttenne" des Bildhauers Franz Falch zusammenfanden. Bald vergrößerte sich das Kollektiv, das sich als offene Gruppe verstand, auf bis zu 12 Künstler/innen.

 

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