Gouachen 1980-1981


Die Gouachen mit den Titeln "Körperbilder" und "Horizontgänger" entstanden in den Jahren 1979-81. Es war eine ganze Reihe. Darin suchte Armin Saub Distanz zu den Gouachen und Malereien, an denen er gemeinsam mit anderen Künstlern des Kollektiv Herzogstrasse in denselben Jahren arbeitete. Er meint dazu: "Ich wollte immer raus aus den Strukturbildern, die Wiederholung der gestischen Aktion war mir oft zu beliebig." Es gab im Kollektiv Herzogstrasse auch andere Tendenzen: Vor allem mit Heimrad Prem kamen große Flächenformen in die Kollektivarbeiten; das interessierte Armin Saub, weil sich durch diese Flächen Figurationen bilden konnten, nicht von vornherein geplant, sondern im Prozess des Malens. 


Die "Körperbilder" und "Horizontgänger" entstanden bei Arbeitsaufenthalten in Florenz, in einer Dachwohnung im Borgo Ognissanti. In der Formerfindung hängen sie mit den Zeichnungen und Holzschnitten zusammen, an denen Armin Saub dort zur selben Zeit arbeitete. Weder bei den graphischen Arbeiten noch bei den Gouachen war es die Absicht, eine Figur zu schaffen. Das entwickelte sich im Laufe des Arbeitsprozesses, durch Vereinfachungen und durch den Versuch, kontrapunktisch Summen zu ziehen.  


Aktuelles

Ausstellung "Verzurrte Welt"

Das Kollektiv Herzogstrasse und Heiko Herrmann in einer Ausstellung im Museum für Aktuelle Kunst – Sammlung Hurrle Durbach

 

Mit Heimrad Prem und Helmut Sturm gehört Armin Saub zu den Gründungsmitgliedern des "Kollektiv Herzogstrasse", zu dem sich die Münchner Künstler 1975 in Ottersberg bei München in der "Kunsttenne" des Bildhauers Franz Falch zusammenfanden. Bald vergrößerte sich das Kollektiv, das sich als offene Gruppe verstand, auf bis zu 12 Künstler/innen.

 

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