"Wenn Empfänger verzogen, bitte zurück an Absender", Zeichnungen auf Briefkuverts 2010-2011

 

Mit dieser Serie  von kleinen Zeichnungen beginnt für Armin Saub die Entwicklung der hellen Bilderreihe „Farbkontakte“ mit ihren vibrierenden und pulsierenden Farbpartikeln und Farbsegmenten und ihrer rhythmischen Struktur von Linien und Formen, die ab 2012 entstehen. 

 

Eine Zeichnung von 2010 heißt "Hand und Fuß" und sie ist in ihrer skizzenhaften Unmittelbarkeit so etwas wie ein Schlüssel zu den neuen Arbeiten. Der Maler hat schlicht und einfach seine Hand und seinen Fuß gezeichnet, im Atelier sitzend; wir können uns vorstellen, dass er die noch leere Leinwand vor sich betrachtet. In seiner offenen Hand liegen die Farben wie die Spuren eines Regenbogens. „Farbkontakte“ bedeutet also, dass die Farben in ihrer Materialität und Intensität auf den Maler zutreten, Kontakt mit ihm aufnehmen. Er lässt sich auf die Farben ein, er lässt sich von ihnen überraschen und mitreißen, ohne vorgefaßte Ideen und ohne akademische Formalismen. 

 

Die Zeichnungen "Wenn Empfänger verzogen, bitte zurück an Absender" nutzen sorgfältig geöffnete Briefkuverts unterschiedlicher Provenienz – jedes hat eine eigene Geschichte und eine spezifische Ästhetik, auf die sich der Künstler einlässt. Mit Collage-Elementen, Farben und Linien tritt er in Korrespondenz mit ihnen. Die bürokratische Sprache der Poststempel „Wenn Empfänger verzogen…“ wird zur Metapher für die Schwierigkeiten und Chancen der  Kommunikation und damit ein Hinweis auf Austausch und Nachdenklichkeit.

Aktuelles

Ausstellung "Verzurrte Welt"

Das Kollektiv Herzogstrasse und Heiko Herrmann in einer Ausstellung im Museum für Aktuelle Kunst – Sammlung Hurrle Durbach

 

Mit Heimrad Prem und Helmut Sturm gehört Armin Saub zu den Gründungsmitgliedern des "Kollektiv Herzogstrasse", zu dem sich die Münchner Künstler 1975 in Ottersberg bei München in der "Kunsttenne" des Bildhauers Franz Falch zusammenfanden. Bald vergrößerte sich das Kollektiv, das sich als offene Gruppe verstand, auf bis zu 12 Künstler/innen.

 

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