Plakate für Amnesty International


Armin Saubs Plakate für Amnesty International entstehen während eines Aufenthaltes in Florenz 1979. Die Florentiner Amnesty-Gruppe bittet den Künstler um Plakate für eine Aktion gegen die Folter, mit Informationsständen auf der Piazza della Repubblica. Armin Saub experimentiert mit verschiedenen Techniken und Ausdrucksformen, um die unsägliche Brutalität der Folter künstlerisch zu vermitteln. Keine naturalistische Illustration dieser Schrecken, aber zeichenhafte Umsetzung mit heftigem Farbauftrag, Collage  und Decollage, Applikationen. Kein ausgewogenes Layout, keine professionelle Schrift, sondern Improvisation als Signal der Ohnmacht und Auflehnung. 

 

Im April-Mai 1985 werden die Plakate im Foyer des Theaters rechts der Isar in München bei der Veranstaltung "Künstler für amnesty international" ausgestellt, verbunden mit einer Lesung von Erich Fried, der am 21.04.1985 aus seinen Werken Gedichte und Prosa vorliest. 

 

Eine Auswahl von Saubs Plakaten gegen die Folter wird zudem in der Zeitschrift für Literatur, Kunst und Kritik "die horen", 30. Jg., 3. Quartal 1985 publiziert.

Bei der Ausstellung "Zeichen gegen den neuen Rassismus" im Bürgerhaus Eching (Lkr. Freising) im März 1993 werden die Plakate von Armin Saub in einem eigenen Raum präsentiert. 

 

Aktuelles

Ausstellung "Verzurrte Welt"

Das Kollektiv Herzogstrasse und Heiko Herrmann in einer Ausstellung im Museum für Aktuelle Kunst – Sammlung Hurrle Durbach

 

Mit Heimrad Prem und Helmut Sturm gehört Armin Saub zu den Gründungsmitgliedern des "Kollektiv Herzogstrasse", zu dem sich die Münchner Künstler 1975 in Ottersberg bei München in der "Kunsttenne" des Bildhauers Franz Falch zusammenfanden. Bald vergrößerte sich das Kollektiv, das sich als offene Gruppe verstand, auf bis zu 12 Künstler/innen.

 

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